Der Staubozean by Bruce Sterling, Bernd W. Holzrichter

By Bruce Sterling, Bernd W. Holzrichter

Von Wüstenschiffen und Staubwalen

Nullaqua ist eine menschenfeindliche Welt, ein Wüstenplanet mit gigantischen Staubozeanen. Darin leben riesige, walähnliche Tiere, aus deren Kadavern guy die Droge Syncophin gewinnt. Zigtausende Süchtige in der gesamten Galaxis können ohne das „Flackern“, das das Syncopin in ihrem Bewusstsein hervorruft, die Realität nicht mehr ertragen, und so jagen riesige Schiffe die Staubwale. Ihre Crews bestehen nur teilweise aus Menschen, doch die Entbehrungen und die tödliche Bedrohung durch die grausame, fremde Natur schweißt sie zu unverbrüchlichen

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Politikwissenschaft und Politische Bildung

Wolfgang Jäger Udo Kempf hat eine großartige Bilanz als Hochschullehrer und Wissenschaftler vorzuweisen. Dies zeigt sich nicht zuletzt darin, dass er nicht nur eine Professur an der Pädagogischen Hochschule wahrnimmt, sondern auch an der Universität gefragt ist. Jahrzehntelang battle er am Seminar für Wissenschaftliche Politik ein beliebter Dozent.

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Das waren schlechte Neuigkeiten. Es war nicht abzusehen, welches bizarre Verhalten ich von Desperandum zu erwarten hatte. Menschen werden gerissen und ihre Motive seltsam, wenn die unterbewußte Todessehnsucht sich als verräterisch herausstellt. �Er scheint ein ganz anständiger Kerl zu sein«, sagte ich und lächelte. « Sie nahm einen schmutzigen Teller aus dem Regal, schabte ihn mit grobem Sand aus und sterilisierte ihn dann. Sie hob den Topf vom Feuer und spießte ein Stück Fleisch mit einer langen Gabel auf.

Ganz schön hirnrissig, dachten wir. Am siebzehnten Tag des zehnten Monats im Jahr klopfte Andaru an die Tür, und ich öffnete ihm. �Es ist Andaru«, sagte ich laut zu den anderen, die in der Küche beim Essen waren. �Gut … Wunderbar … Phantastisch«, sagten alle neun. Ihre Zungen versagten bei der Aussicht auf eine neue Gallone nie, wenn es darum ging, sich gegenseitig zu übertreffen. �Und er bringt jemanden mit«, fuhr ich leiser fort, als hinter dem Nullaquaner ein junger Mann mit scharfgeschnittener Nase und blondem Schopf, der wie verschlungene Nylonfäden wirkte, hereintrat und die Hand ausstreckte.

Die Lunglance neigte sich, und dickflüssiges rötliches Blut rann unter der Reling ins Meer. Ein Hai, gefräßiger als die übrigen, sprang hinter seinem entschwundenen Opfer her auf das Deck. Zappelnd und zuschnappend biß er einen letzten blutenden Fleischklumpen heraus und rollte wieder über Bord. Unschlüssig trieben die Haie in dem blutigen Staub. Dann zogen sie Ihre toten Artgenossen aus der Reichweite der Spaten, verschlangen sie gemächlich und schwammen lustlos davon. Die Mannschaft machte sich daran, den Wal zu zerlegen.

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