Empirische Identitätsforschung: Personale, soziale und by Bernadette Müller

By Bernadette Müller

Diese Arbeit stellt die Komplexität des Identitätsbegriffs und einige seiner vielfältigen Anwendungsfelder dar. In einer begriffsgeschichtlichen Aufarbeitung wird die heterogene Verwendungsweise des Begriffs sowie seine Anwendung in unterschiedlichen Disziplinen kritisch nachgezeichnet. Das Ziel besteht aber nicht nur in einer theoretischen Abhandlung, vielmehr erfolgt eine empirische Bestimmung und examine des Konzepts der Identität. Damit wird dem Unbehagen über die empirische Unbestimmtheit des Begriffs abgeholfen und konkrete Operationalisierungsmöglichkeiten werden aufgezeigt. Behandelt werden u. a. die Darstellung von Identität in spontanen Selbstbeschreibungen, die Identitätsentwicklung im Laufe der Biographie, das Verhältnis zwischen Lebenssinn und Identität, die Bedeutung von sozialen Teil-Identitäten (z. B. familiäre, berufliche, nationale, geschlechtliche) und Unterschiede in der Selbstverortung im internationalen Vergleich.

Show description

Read or Download Empirische Identitätsforschung: Personale, soziale und kulturelle Dimensionen der Selbstverortung PDF

Similar german_14 books

Preissetzungsmacht in lose gekoppelten Systemen: Das Beispiel Konsumgütermärkte

Preissetzungsmacht und die mit ihr verbundenen Preisentscheidungen sind Kern jeder Marketing-Strategie von Herstellern und Händlern auf Konsumgütermärkten. Beide Seiten versuchen, ihren eigenen Gewinn zu maximieren, doch bei der Aufteilung des Gesamtgewinns geht jeder Verhandlungserfolg der einen Seite zu Lasten der anderen.

Aktiv und Gesund?: Interdisziplinäre Perspektiven auf den Zusammenhang zwischen Sport und Gesundheit

Game gilt in westlichen Industriegesellschaften als ein gesellschaftlich akzeptiertes Mittel zur Gesundheitsbeeinflussung. Der Sammelband ist im Rahmen des DFG-Projekts „Der Einfluss der Gesundheit und gesundheitlicher Einschränkungen auf die sportliche Aktivität im mittleren und höheren Erwachsenenalter“ entstanden.

Facetten des Journalismus: Theoretische Analysen und empirische Studien

Der Journalismus ist ein weites Feld. Eingebettet in die Mechanismen der Massenmedien äußert er sich in vielfältigen Formen, erfüllt diversified Aufgaben, nutzt verschiedene Inhalte, erzielt disperse Wirkungen und beruht auf den Qualifikationen und Einstellungen der verschiedenen Macher. Das vielfältige Spektrum der Journalistik und des praktischen Journalismus wird immer wieder auf verschiedenste Weise erforscht.

Extra info for Empirische Identitätsforschung: Personale, soziale und kulturelle Dimensionen der Selbstverortung

Example text

Eine Selbstdefinition liefert, welche auf Merkmalen der Gruppe beruht (Tajfel/Turner 1986: 16). Menschen verfügen je nach Gruppenzugehörigkeit über mehrere Selbstdefinitionen, die einen Teil ihres Selbstkonzepts ausmachen. Jede Mitgliedschaft stellt eine kognitive Repräsentation (soziale Identität) dar, die das Individuum zugleich beschreibt und auch in seinen Kognitionen, Aktionen und Emotionen festlegt. Rückt eine bestimmte soziale 14 Diese Annahme findet man auch in der Theorie des sozialen Vergleichs von Leon Festinger (1954).

In zumindest einem Punkt gelungen. Sie erweiterten die bereits bestehende 52 2 Historische Entwicklungslinien des Identitätsbegriffs Literatur zur Identitätsthematik durch die Dimension Körperlichkeit versus Körperlosigkeit von Identitäten. Sie konnten überzeugend zeigen, dass soziale Identitäten sogar ohne physische Körper konstruiert bzw. erhalten werden können. Dies illustrierten sie am Beispiel ungeborener Kinder und verstorbener Menschen, deren soziale Identität von Angehörigen konstruiert bzw.

Ein weiterer Forschungsansatz, welcher Ähnlichkeiten zum Strukturellen Symbolischen Interaktionismus aufweist und sich ebenfalls vornehmlich mit der sozialen Identität sowie deren empirischer Erfassung beschäftigt, findet sich in der Sozialpsychologie; gemeint ist die Theorie der sozialen Identität. 6 Sozialpsychologische Theorie der sozialen Identität Die Theorie der sozialen Identität, welche von den Sozialpsychologen Henri Tajfel und John C. Turner begründet wurde, beschäftigt sich mit demselben Forschungsgegenstand wie die Identitätstheorie im Strukturellen Symbolischen Interaktionismus, nämlich mit der sozialen Basis der Identität bzw.

Download PDF sample

Rated 4.67 of 5 – based on 24 votes