Familie im Umbruch: Quantitative und qualitative Befunde zur by Jutta Träger

By Jutta Träger

Die Studie untersucht sozioökonomische und demographische Indikatoren, individuelle Einstellungen und institutionelle Rahmenbedingungen hinsichtlich ihres Einflusses auf die Wahl des Familienmodells. Mittels eines Multi-Methoden-Designs wird analysiert, ob die häufig postulierte Erosion des traditionellen Ernährermodells tatsächlich stattgefunden hat und inwieweit sich substitute Modelle zur Vereinbarkeit von Erwerbs- und Familienleben durchsetzen. Dabei wird aufgezeigt, welche Faktoren die Entscheidung für bzw. gegen ein Familienmodell bestimmen. Zudem wird offen gelegt, wie sich staatliches Handeln aus Sicht der Betroffenen auf die Vereinbarkeit von Familie und Beruf auswirkt. Am Ende stehen Antworten auf die derzeit in Politik, Wissenschaft und Medien viel diskutierte Frage, welche politischen Maßnahmen hinsichtlich der Ablösung des traditionellen Familienernährermodells hemmend oder aber förderlich sind.

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Politikwissenschaft und Politische Bildung

Wolfgang Jäger Udo Kempf hat eine großartige Bilanz als Hochschullehrer und Wissenschaftler vorzuweisen. Dies zeigt sich nicht zuletzt darin, dass er nicht nur eine Professur an der Pädagogischen Hochschule wahrnimmt, sondern auch an der Universität gefragt ist. Jahrzehntelang struggle er am Seminar für Wissenschaftliche Politik ein beliebter Dozent.

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Die Bedeutung beider Faktoren für familiale Entscheidungen wurde bereits in verschiedenen Studien nachgewiesen. Zwar gibt es bisher keine Ergebnisse hinsichtlich der vorliegenden Differenzierung nach den Familienmodellen, aber im Hinblick auf Entscheidungen über generatives Verhalten beziehungsweise Elternschaft, der familialen Arbeitsteilung wie auch bei der Akzeptanz familienpolitischer Maßnahmen in der Bevölkerung bestätigen sich sozioökonomische/demographische Effekte (Klein 2006: 28; Ruckdeschel 2004; Lengerer 2004b; Walter/ Künzler 2002).

Allerdings ist vorstellbar, dass die subjektiven Einstellungen auch in Abhängigkeit von soziodemographischen Faktoren herausgebildet werden. Da Wertorientierungen individuell wie kulturell ausgeformt sein können, ist davon auszugehen, dass sich sowohl Ost-West-Unterschiede als auch Unterschiede zwischen sozialen Gruppen und individuellen Merkmalen nachzeichnen lassen (Inglehart 1989). Individuelle Unterschiede von Werthaltungen zeigen sich in erster Linie zwischen den verschiedenen Generationen und sozialen Gruppen.

Kap. 4). 4 dargestellt, spielen im Hinblick auf die Erosion des tradierten Modells unterschiedliche Faktoren eine Rolle. Hierzu zählen im Wesentlichen die demographische Entwicklung in der Bevölkerung, die Pluralisierung familialer Lebensformen, Umwälzungen auf den Arbeitsmärkten, aber auch die Auflösung tradierter familialer Geschlechterrollen, die in engem Zusammenhang mit der Emanzipationsbewegung der Frauen stehen (Hantrais 2004). Zudem verweist eine ganze Reihe unterschiedlicher Studien darauf, dass familiäre Entscheidungsprozesse im Kontext der ökonomischen, politischen, sozialen und kulturellen Gegebenheiten einer Gesellschaft stattfinden (Neyer 2004; Lengerer 2004a; Huinink 2002; 2000; 1991; Walter/Künzler 2002).

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