Gewalt und Gewaltuberwindung in der Bibel by Moises Mayordomo, Walter Dietrich

By Moises Mayordomo, Walter Dietrich

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Politikwissenschaft und Politische Bildung

Wolfgang Jäger Udo Kempf hat eine großartige Bilanz als Hochschullehrer und Wissenschaftler vorzuweisen. Dies zeigt sich nicht zuletzt darin, dass er nicht nur eine Professur an der Pädagogischen Hochschule wahrnimmt, sondern auch an der Universität gefragt ist. Jahrzehntelang struggle er am Seminar für Wissenschaftliche Politik ein beliebter Dozent.

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W. DIETRICH, Die frühe Königszeit in Israel, Stuttgart 1997 (BibEn 3; bes. 259–273). P. FOKKELMAN, Narrative Art and Poetry in the Books of Samuel. Vol. I: King David (II Sam. 9–20 & I Kings 1–2), Assen 1981 (SSN), 99–125. – I. MÜLLNER, Gewalt im Hause Davids. O. 1997 (HBS 13). Abbildung © S. KIPFER, Prinzessin Tamar, 2003. WD 3. Gewalt in der Kindererziehung? 1. Befremdliche Regeln im Buch der Sprüche Im alttestamentlichen Sprüchebuch finden sich Aussagen, die heute nur irritierend wirken können.

Erziehung erfolgte primär in Form von Unterweisung im Sinne einer Einweisung in angemessene Verhaltensweisen. Erst wenn grundlegende Werte oder Gesetze von den Kindern gebrochen wurden, wurde Gewalt ein Thema. Die «Zucht» konnte handgreiflich werden, wenn Kinder (vor allem wohl Jungen, ihnen hauptsächlich galt die «Zucht») den Unterweisungen und Mahnungen keine Folge leisteten. Einmal – allerdings ausserhalb der Weisheitsliteratur – wird sogar der Gedanke der Todesstrafe für besonders renitente Söhne gedacht (Dtn 21,18–21); dazu war indes ein reguläres Gerichtsurteil nötig, und ob ein solches jemals gefällt und vollstreckt wurde, ist sehr zu bezweifeln.

Von einer wörtlichen kriegerischen Auseinandersetzung ist hier nicht die Rede, aber doch von innerfamiliären Konflikten, deren tatsächliche Gewaltförmigkeit zwar nicht genauer bestimmt werden kann, die aber zweifellos vorhanden war. Jesus, der solche Konflikte aus seiner eigenen Familie kannte, sieht sich mit seinem radikalen Ruf in die Nachfolge als direkter Auslöser dieser Konflikte. In einem erschreckenden Zukunftsszenario brechen alle Familienbande auseinander (Mk 13,12a // Mt 10,21): Brüder liefern (paradidômi) ihre Brüder der mörderischen Justiz aus, Väter ihre Söhne (vgl.

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