Heutige bewaffnete Konflikte als Herausforderungen an das by Knut Ipsen (auth.), Hans-Joachim Heintze, Knut Ipsen (eds.)

By Knut Ipsen (auth.), Hans-Joachim Heintze, Knut Ipsen (eds.)

Das humanitäre Völkerrecht geht auf Regeln zurück, die zu Beginn des letzten Jahrhunderts entstanden und sich vorrangig auf den zwischenstaatlichen Krieg beziehen. Diese Regeln wurden in den Genfer Konventionen von 1949 kodifiziert. Aus Anlass des 60sten Jahrestages dieser Konventionen wird aus verschiedenen Blickwinkeln in dem Sammelband die Frage untersucht, ob diese Normen noch auf heutige Konflikte anwendbar sind und in wieweit sie einer Weiterentwicklung bedürfen. So wird am Beispiel des Irak hinterfragt, ob das klassische Recht der Okkupation noch anwendbar ist, ob es sich beim Kampf gegen den Terrorismus um einen Krieg handelt und welches Verhältnis zwischen dem Menschenrechtsschutz und dem humanitären Völkerrecht besteht.

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1954 II S. 781, 783; Genfer Abkommen II vom 12. August 1949 zur Verbesserung des Loses der Verwundeten, Kranken und Schiffbrüchigen der bewaffneten Kräfte zur See, BGBl. 1954 II S. 781, 813; Genfer Abkommen III vom 12. August 1949 über die Behandlung der Kriegsgefangenen, BGBl. 1954 II S. 781, 838; Genfer Abkommen IV vom 12. August 1949 vom über den Schutz von Zivilpersonen in Kriegszeiten, BGBl. 1954 II S. 781. Das „Harmonische Dreieck“: Die organische Verknüpfung 17 1977 zum effektiven Schutz von Opfern in Bürgerkriegen vertragsrechtlich nicht zu beseitigen waren.

Allerdings ist die Zahl der spezifischen Stellungnahmen angesichts der Zahl der Staaten nach wie vor gering und würde nicht den Anforderungen an eine hinreichende globale Praxis genügen, die aus der unverbindlichen – im Kleide eines akademischen Werkes daherkommenden – Liste von Regeln einen autoritativen Katalog geltender Vorschriften für alle Typen bewaffneter Konflikte macht. Das IKRK hat seine Terminologie bei der Präsentation der Studie in den Regionen der Welt diesem Befund angepasst. Der forsche Stil der ersten Präsentationen ist einem eher zurückhaltenden Anbieten des Ergebnisses der Studie gewichen.

Henckaerts/L. ), Customary International Humanitarian Law, Cambridge 2005, Volume I: Rules. 24 Ergänzend zu einer verbesserten Umsetzung bezieht sich die Verbreitung und Förderung der Kenntnisse im humanitären Völkerrecht auch auf eine Sanktionierung von Verstößen gegen das humanitäre Völkerrecht und ist letztlich darauf gerichtet, Verletzungen des Rechts vorzubeugen. Ein solches Verständnis muss umso mehr gelten, wenn eine Organisation wie die Internationale Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung es sich zum Ziel setzt, „der Würde des Menschen Achtung zu verschaffen, vor allem in Zeiten bewaffneter Konflikte“,25 dann kann keine ihrer Komponenten sich in der Verbreitungsarbeit darauf beschränken, den Inhalt des bestehenden humanitären Völkerrechts „in die Welt“ zu tragen.

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